Entbehrlich.es

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Hennenkrieg
2021-02-01

Krieg um Hennen als Bezahlung!

Als Hennenkrieg werden kriegerische Auseinandersetzungen zwischen dem unter habsburgischem Einfluss und der Kontrolle des Gotteshausbundes stehenden Unterengadin einerseits und dem habsburgischen Tirol anderseits in den Jahren 1475 und 1476 bezeichnet. Im Kampf um den Einfluss auf das Unterengadin verweigerten die Engadiner angeblich die Abgabe ihrer Steuer in Form von Fastnachtshühnern an die österreichischen Pfleger von Nauders – daher die Bezeichnung „Hennenkrieg“. Grund für die Verweigerung war, dass 1471 ein kaiserliches Schiedsgericht in Glurns dem Bischof im Unterengadin die übergeordnete Hochgerichtsbarkeit abgesprochen hatte.Daraufhin unternahmen die Vögte von Nauders und Schlandersberg einen Vergeltungsfeldzug, um ihre feudalen Ansprüche durchzusetzen. Ein Tiroler Kriegshaufen verwüstete unter anderem Ramosch und die dortige Burg Tschanüff, wurde aber mit Hilfe der Oberengadiner vertrieben. Anschließend schwelten die Konflikte auch in Nauders, wo das dortige Schloss gestürmt wurde. Engadiner und Nauderer verwüsteten gegenseitig ihre Felder. Erst 1492 unternahm der Bischof erneut einen Versuch, das hohe Gericht wieder an sich zu ziehen. 1499 fand der Hennenkrieg im Schwabenkrieg seine Fortsetzung, als Tirol das Val Müstair und das Vinschgau besetzen ließ, um seine Rechte auch im Engadin durchzusetzen.

Quelle: Hennenkrieg


Zebroide
2021-01-31

Halb Pferd, halb Zebra! Und das äußert sich unglaublich schick im Fell!

Als Zebroide werden Hybriden innerhalb der Gattung Pferde aus Kreuzungen zwischen einem Zebra und einer anderen Pferdeart bezeichnet. Aus praktischen Gründen (einfachere Aufzucht) wird dabei das Zebra meist als Vater verwendet. Wie die meisten Hybriden aus verschiedenen Arten, wie zum Beispiel Maultiere und Maulesel, sind auch Zebroide meist nicht fortpflanzungsfähig, da die Chromosomenzahlen der Elterntiere nicht übereinstimmen.

Quelle: Zebroide


Fettammer
2021-01-29

Uff, meine neue Leibspeise wird das schonmal nicht.

Als Fettammer wird ein gemästeter Ortolan bezeichnet. Der Ortolan, ein etwa sperlinggroßer Singvogel, wird gefangen und im Dunkeln oder nach Entfernen seiner Augen etwa 14 Tage lang gemästet. Die Dunkelheit verwirrt den Tag- und Nachtrhythmus des Vogels, so dass er ständig frisst. Er erreicht dann etwa das Dreifache seines ursprünglichen Gewichts. Er wird in Armagnac ertränkt und in einem speziellen kleinen Topf in Fett gegart. Zum Essen wird der Vogel komplett in den Mund genommen und zerkaut. Dabei stülpt sich der Esser eine Serviette über den Kopf. Zum einen soll die Serviette den Duft nah an Mund und Nase halten, zum anderen gilt es als manierlicher, Tischnachbarn nicht mit dem Anblick und den entstehenden Geräuschen zu belästigen. Ortolane galten bereits in der Antike als Delikatesse. Da der Bestand an Ortolanen stark zurückgegangen ist und der Vogel unter Artenschutz steht, ist der Fang und Verzehr in Europa heute verboten. In Frankreich ist der Verzehr in wohlhabenden Kreisen dennoch verbreitet. Alternativ werden auch andere kleinere Singvögel ähnlich zubereitet, da sie einfacher und günstiger zu beschaffen sind. Tierschützer sehen darin eine Tierquälerei. Je nach Staat liegt darin möglicherweise auch ein Verstoß gegen das Tierschutzrecht.

Quelle: Fettammer


Caganer
2021-01-27

Der kleine “Scheisser” darf in keiner Weihnachtskrippe fehlen :)

Ein Caganer ([kəɣəˈne], katalanisch für Scheißer) ist eine eigenwillige Krippenfigur aus dem katalanischen Kulturkreis. Sie stellt eine Person mit heruntergelassenen Hosen dar, die sich im Umfeld der Geburt Jesu erleichtert. Der Ursprung dieser Tradition wird im 17. Jahrhundert vermutet. Ursprünglich ist der Caganer eine Figur in typischer Kleidung katalanischer Bauern mit Schärpe und roter Mütze (Barretina). Heute stellt die Figur häufiger auch populäre Persönlichkeiten wie Politiker oder Sportler dar. Üblicherweise wird der Caganer unauffällig und abseits des Stalls mit der Heiligen Familie positioniert. Der Grund, eine Figur, die offensichtlich ihren Darm entleert, in eine „heilige“ Szenerie aufzunehmen, ist nicht bekannt. Es wird allerdings vermutet, dass das Männchen mit den heruntergelassenen Hosen ein Sinnbild für den Kreislauf der Natur darstellt. Er düngt die Erde und lässt eine gute Ernte für das kommende Jahr erwarten. Außerdem sieht man im Caganer ein Symbol für einen gesunden und ausgeglichenen Körper. Vor einem guten Essen ist daher folgender etwas derber Spruch im vertrauten Umfeld durchaus üblich: „menja bé, caga fort i no tinguis por a la mort!“ (‚Iss gut, scheiße kräftig und fürchte dich nicht vor dem Tod!‘). Selbst die spanische Katholische Kirche akzeptiert die Anwesenheit des Caganer bei der Geburt Jesu als Glücksbringer. Im Dezember 2017 vermeldete die Zeitung “La Vanguardia”, dass der entmachtete Ministerpräsident Carles Puigdemont die beliebteste Darstellung aller “Caganer” sei.Erstaunlicherweise ist der Caganer nicht die einzige Weihnachtsfigur, die sich in Katalonien „entleeren“ muss: in den letzten Jahren entwickelte sich ein urinierendes Pendant, der „pixaner“. Eine weitere Tradition ist der „Caga tió“, ein alter Baumstamm, auf den die Kinder an Heiligabend rhythmisch klopfen. Die Schläge und die Lieder der Kinder belohnt der „Tió“ damit, indem er Süßigkeiten und Geschenke „von sich gibt“ (im Katalanischen wird das wesentlich derbere „cagar – scheißen“ benutzt).

Quelle: Caganer


Schere, Stein, Papier
2021-01-25

Ungeahnte Tiefen gibts in dem Aritkel über Schere, Stein, Papier! Sogar eine Weltmeisterschaft!

Schere, Stein, Papier (auch Schnick, Schnack, Schnuck; Fli, Fla, Flu; Ching, Chang, Chong; Klick, Klack, Kluck; Stein schleift Schere; Schnibbeln, Knobeln oder Schniekern) ist ein sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen beliebtes und weltweit verbreitetes Spiel. Zwei Spieler wählen je eins der drei möglichen Symbole Schere, Stein oder Papier und zeigen dieses dann auf ein Kommando gleichzeitig (schlagartig) mit Hilfe einer ihrer Hände an. Da jedes Symbol gegen ein anderes gewinnen oder verlieren kann, steht immer einer der Spieler als Gewinner fest. Zu Unentschieden kommt es, wenn beide Spieler dasselbe Symbol wählen. Das Spiel wird in diesem Fall wiederholt. Es wird in Analogie zum Münzwurf auch oft zur Entscheidung zwischen zwei Möglichkeiten benutzt, zum Beispiel dafür, welche Fußball-Mannschaft den ersten Anstoß ausführt.

Quelle: Schere, Stein, Papier