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Monowi
2021-10-09

Wenn dir Bildung wichtig ist, unterhälst du als einziger Einwohner in deiner Stadt selbstverständlich eine Bibliothek!

Monowi ist eine Gemeinde im Boyd County im US-Bundesstaat Nebraska. Das Besondere am kleinen Ort ist, dass er per Volkszählung 2010 nur eine Einwohnerin zählt, die zugleich das Bürgermeister-Amt bekleidet.Der Ort wurde um 1900 gegründet. Der Ortsname soll das indianische Wort für eine kleine weiße Prärieblume sein, die zur Zeit der Ortsgründung in der Gegend verbreitet war. 1930 hatte die Ortschaft noch etwas mehr als 120 Einwohner. Nachdem die Eisenbahn sich aus dem Ort zurückzog, verließen auch nach und nach die Einwohner das Dörfchen. Waren es 1940 noch 99 Einwohner, sank die Zahl bis zur Zählung im Jahr 2000 auf 2 und im Jahr 2010 schließlich auf einen Einwohner. Monowi hat eine Bibliothek, Rudy’s Library (die Bibliothek des verstorbenen Ehemanns der letzten Einwohnerin), mit 5.000 Büchern und einen Gastbetrieb, Monowi Tavern, die beide von der einzigen Einwohnerin betrieben werden.2018 wurden der Ort und seine Bewohnerin von Lilo Mangelsdorff mit dem Dokumentarfilm Monowi, Nebraska verewigt. Auch US-Fernsehsender, die britische BBC und die New York Times berichteten über den Ort.Ein weiterer Ort mit nur einem Einwohner ist PhinDeli im Bundesstaat Wyoming.

Quelle: Monowi


Zarenkanone
2021-10-07

Fette Kanone mit der nie geschossen wurde

Die Zarenkanone (russisch Царь-пу́шка / Zar-puschka) ist eine vermutlich nie zum Einsatz gekommene Steinbüchse, die bis heute im Moskauer Kreml als Denkmal ausgestellt ist und mit ihren gewaltigen Ausmaßen ein markantes Denkmal der Artillerie und der Gusstechnik des frühneuzeitlichen Russlands darstellt.

Quelle: Zarenkanone


Celler Loch
2021-10-03

Wenn dein Verfassungsschutz ein Loch in deine Justizvollzugsanstalt sprengt, dann hast du ein Celler Loch…

Als Celler Loch wurde die Aktion Feuerzauber des niedersächsischen Verfassungsschutzes bekannt, bei der am 25. Juli 1978 ein Loch mit rund 40 Zentimeter Durchmesser in die Außenmauer der Justizvollzugsanstalt Celle gesprengt wurde. Damit wurde ein Anschlag zur Befreiung von Sigurd Debus vorgetäuscht, der als mutmaßlicher Terrorist der Rote Armee Fraktion (RAF) im Celler Hochsicherheitsgefängnis einsaß. Angeblich wollte man mit Hilfe dieser verdeckten Operation unter „falscher Flagge“ einen Informanten in die RAF einschleusen. Die Öffentlichkeit und diverse Strafverfolgungsbehörden wurden über die tatsächlichen Urheber des Anschlags planmäßig getäuscht, erst 1986 kamen die Hintergründe durch Recherchen von Journalisten ans Licht. Daraufhin wurde ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss eingesetzt. Als involviert und informiert gelten die Anti-Terror-Einheit GSG 9, die niedersächsische Landesregierung unter Ernst Albrecht (CDU) sowie die Anstaltsleitung. Das Bundesinnenministerium als vorgesetzte Behörde der GSG 9, das Bundesamt für Verfassungsschutz, die Bundesregierung und die niedersächsische Landespolizei sollen vorab nicht informiert worden sein.

Quelle: Celler Loch


Plärrer Automat
2021-09-25

Ein Automatenrestaurant und ein “Stummes Postamt”

Der Plärrer-Automat war eine 1932 in Betrieb genommene Straßenbahn-Wartehalle am Plärrer in Nürnberg, die mit einem Automaten-Restaurant und einem damals sogenannten „stummen Postamt“ (mit Briefkasten, Briefmarken-Automat und Münzfernsprechern) kombiniert war. Das Automaten-Restaurant nannte sich „Plärrer Automat“, der Name übertrug sich im populären Sprachgebrauch auf das gesamte Gebäude. Das nach einem Entwurf des städtischen Baubeamten Walter Brugmann ausgeführte Bauwerk wirkte an diesem zentralen Nahverkehrsknoten am südwestlichen Altstadtrand nahezu futuristisch und fand deshalb große Beachtung. Dazu trug außer dem damals nicht alltäglichen Selbstbedienungs- Prinzip der Verkaufsautomaten und Münzfernsprecher vor allem die schlichte architektonische Gestaltung im Stil der Klassischen Moderne bei, die auch ein an der Dachkante umlaufendes Reklame-Lichtband umfasste. Der Plärrer-Automat wurde 1977 im Zuge einer Umgestaltung des Plärrers abgebrochen.

Quelle: Plärrer Automat


Kunekune (Yōkai)
2021-09-17

Imaginäres Wesen das aus der Verwechslung von Vogelscheuchen entstand.

Der Kunekune (jap. くねくね) ist ein fiktives Wesen aus der modernen japanischen Internetkultur, ähnlich dem Slender Man und Hanako, dem Klogeist. Der Kunekune wurde im Jahr 2003 auf mehreren Websites als urbane Legende kreiert, er wird dort gelegentlich als „moderner Yōkai“ bezeichnet.

Quelle: Kunekune (Yōkai)